
Leistungsspektrum
Konservative Therapie
(medikamentöse Therapie und/oder physikalische Maßnahmen)
- Krankengymnastik und physikalische Therapie
- Im Rahmen der konservativen Therapie werden auch diagnostische Infiltrationen durchgeführt, um die exakte Schmerzursache zu lokalisieren:
- Diskographie: Injektion eines Röntgenkontrastmittels oder von Medikamenten in die Bandscheibe
- Myelographie: Bildgebendes Verfahren, bei dem ein Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt wird und anschließend eine Röntgenaufnahme durchgeführt wird
- Nervenwurzelinfiltration
- Facettengelenksinfiltration
Nach wiederholten konservativen Therapieversuchen (mehr als sechs Monate) kann bei entsprechender Indikation ein operativer Eingriff erwogen werden. Zuvor erfolgt eine ausführliche Diagnostik, um so den Ort der Schmerzentstehung exakt abzugrenzen und den Aufwand des Eingriffes präzise abzustimmen.
Operative Therapie
Nicht stabilisierende Eingriffe
Hierbei werden im Wesentlichen die Nervenstrukturen entlastende Operationen durchgeführt. So kann es bei einem Bandscheibenvorfall oder einer Wirbelkanalverengung (Spinalstenose) völlig ausreichen, wenn nur verengenden Strukturen beseitigt werden. Diese Eingriffe werden unter Einsatz des Mikroskops durchgeführt, um größtmögliche Sicherheit während des Eingriffs zu gewährleisten.
- mikroskopische Sequestrektomie (Bandscheibenteilentfernung)
- mikroskopische Dekompression (Wirbelkanalerweiterung)
Stabilisierende Eingriffe
Häufig ist eine Instabilität im Bewegungssegment die Ursache für Wirbelsäulenbeschwerden. Eine solche Instabilität tritt meistens im Rahmen von degenerativen (abnutzungsbedingten) Veränderungen ein. Sie kann jedoch auch Folge von Entzündungen, Verletzungen oder Tumoren im Bereich der Wirbelsäule sein.
In diesen Fällen kann eine reine Dekompression zur Verschlimmerung der Instabilität und somit zur Verschlimmerung der Schmerzen führen.
Durch die Fixierung der Instabilität wird die schmerzauslösende vermehrte Beweglichkeit reduziert und das natürliche Profil der Wirbelsäule wiederhergestellt.
Stabilisierende und korrigierende Eingriffe mit Einbringung von Implantaten werden eingesetzt bei:
- Olisthese (Wirbelgleiten)
- Instabiler Spinalkanalstenose (Verengung des Rückenmarkskanals)
- Osteochondrose (Verschleiß der Wirbelkörper)
- Spondylarthrose (Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke)
- Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung)
- Tumoren der Wirbelsäule
- Entzündungen der Wirbelsäule
Beispielbilder
Beispiel einer Bandscheibenprothesenimplantation an der Halswirbelsäule:
Kombination einer Versteifungsoperation und einer Bandscheibenprothesenimplantation an der Lendenwirbelsäule:
Bilder einer osteoporotischen Sinterungsfraktur vom 1. Lendenwirbelkörper.
Die operative Stabilisierung erfolgte mittels Kyphoplastie:

Beispiel einer Skoliose-Aufrichtungsoperation:

Vor OP Nach OP
Nachbehandlung
Minimal-invasiver Eingriff
Der Patient darf am Tage der Operation unter krankengymnastischer Anleitung aufstehen. Im Rahmen der physiotherapeutischen Behandlung werden dann die Rückenmuskulatur stabilisierende Übungen durchgeführt. Die Entlassung aus der stationären Behandlung kann nach dem Operationstag erfolgen.
Stabilisierender Eingriff
Da diese Eingriffe in allgemeiner Narkose durchgeführt werden müssen, wird mit der Mobilisation des Patienten am 1. Tag nach der Operation begonnen. Danach wird ein auf die entsprechende Operation maßgeschneidertes krankengymnastisches Übungsprogramm ohne Korsett durchgeführt. Die Entlassung aus der stationären Behandlung kann ab der 1. Woche nach der Operation erfolgen.