Berufsfachschulen für Pflege der Kreiskliniken
Dillingen-Wertingen verabschieden Pflegefachkräfte
und Pflegefachhelfer/innen
Wertingen, den 07. August 2026
In einer feierlichen und emotionalen Abschlussveranstaltung im Foyer der Wertinger
Stadthalle wurden die Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschulen für Pflege und
Altenpflegehilfe der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH offiziell verabschiedet. Nach
intensiven Wochen des Lernens und dem erfolgreichen Bestehen aller schriftlichen,
praktischen und mündlichen Prüfungen markierte dieser Tag den Höhepunkt ihrer
Ausbildung.
Stellvertretende Schulleiterin Monika Egger eröffnete die Feier und knüpfte an das Motiv der
Einladung an, die mit Bildern von Händen gestaltet war. Sie betonte die besondere
Bedeutung der Hände in der Pflege: Sie stünden für Nähe, Respekt und Menschlichkeit.
Egger dankte allen Beteiligten der Pflegeausbildung – den Kreiskliniken, den
Kooperationspartnern, den Praxisanleitungen sowie dem gesamten Team der Pflegeschule.
Ein besonderer Dank galt Schulleiterin Angelika Wolf, die die Schule mit großer Kompetenz
führt und sie auch durch die herausfordernde Zeit der Insolvenz sicher begleitet hat.
Landrat Markus Müller gratulierte den Absolventinnen und Absolventen im Namen des
Landkreises und hob die zentrale Bedeutung der Pflegeberufe für die Region hervor. Der
Neubau der Pflegeschule in Wertingen sei ein wichtiger Schritt, um die Ausbildung auch
künftig auf hohem Niveau sicherzustellen.
Die Geschäftsführerin der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen, Dr. Elke Frank, würdigte die
Leistungen der Pflegefachfrauen und -männer sowie der Pflegefachhelferinnen und -helfer.
Als ehemalige Pflegekraft kenne sie die Herausforderungen des Berufs aus eigener
Erfahrung. Sie ermutigte die Absolventinnen und Absolventen eindringlich zur Selbstfürsorge,
um langfristig Kraft für die Pflege anderer schöpfen zu können.
Auch Johann Graf, 2. Bürgermeister der Stadt Dillingen, sowie Andi Seitz, Bürgermeister der
Stadt Wertingen, richteten Grußworte an die Anwesenden. Seitz brachte seinen Respekt vor
dem Pflegeberuf humorvoll aus der Perspektive eines ehemaligen Patienten zum Ausdruck.
Die Klassenleitungen der Pflegefachhelferklasse APH 21, Franziska Wiedenmann und Gisela
Renner, würdigten den Fleiß, den Humor und den Teamgeist ihrer Klasse – und mit einem
Augenzwinkern die „lückenlose Notfallversorgung auf dem Kuchenteller“.
Werner Kraus, Klassenleiter der generalistischen Pflegeklasse G 04, stellte in seiner Rede die
emotionale Tiefe des Pflegeberufs heraus und zitierte den Poetry-Slam „Ungepflegt“ von
Leah Weigand als roten Faden. Er machte deutlich, dass Pflege sowohl schöne als auch
herausfordernde Momente umfasst – von der Begleitung des ersten Atemzugs bis zum
letzten.
Mit eindrucksvollen Videos ließen die Klassenleitungen die Ausbildungszeit Revue passieren.
Schulleiterin Angelika Wolf leitete zur Zeugnisvergabe über und betonte erneut die
Bedeutung der Hände als zentrales Werkzeug der Pflege – zum Greifen, Halten, Loslassen
und Trösten.
Insgesamt erhielten 21 Pflegefachfrauen und -männer sowie 21 Pflegefachhelferinnen und –
helfer ihre Abschlusszeugnisse und Rosen. Sechs Schülerinnen wurden für herausragende
Leistungen geehrt, darunter Birgit Geßner (APH 21) mit einem Notendurchschnitt von 1,0
und Jessica Fleischmann (G 04) mit 1,08.
Die Klassensprecherinnen beider Klassen dankten ihren Lehrkräften und dem Kollegium für
die intensive Begleitung während der Ausbildung. Die Klasse G 04 sorgte mit einer
humorvollen Darstellung der Lehrerpersönlichkeiten für besondere Heiterkeit.
Musikalisch wurde die Feier durch Jana Böck, Mitarbeiterin der Kreiskliniken, begleitet, die
Stücke von Georg Philipp Telemann auf der Violine darbot.
Beim anschließenden Sektempfang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen
Austausch und ließen den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen.