Praxisnetzwerk für das Hebammenstudium wächst
Universitätsklinikum Augsburg schließt
Kooperationsverträge mit weiteren Geburtshilfekliniken
in der Region
Die praktische Ausbildung im Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft der
Universität Augsburg wird auf ein breiteres regionales Netzwerk ausgeweitet. Das
Universitätsklinikum Augsburg hat Kooperationsverträge mit den Kliniken an der Paar am
Standort Friedberg, dem Klinikum Landsberg am Lech sowie den Kreiskliniken Dillingen-
Wertingen geschlossen. Weitere Kooperationen sind bereits in Vorbereitung.
Die praktische Ausbildung im Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft der Universität
Augsburg wird künftig von einem erweiterten Netzwerk geburtshilflicher Einrichtungen
getragen. Das Universitätsklinikum Augsburg (UKA), das den praktischen Teil des dualen
Studiengangs koordiniert, hat hierzu Kooperationsverträge mit den Kliniken an der Paar am
Standort Friedberg, dem Klinikum Landsberg am Lech sowie den Kreiskliniken Dillingen-
Wertingen geschlossen. Ziel ist es, den Studierenden vielfältige Praxiserfahrungen in
unterschiedlichen klinischen Versorgungsstrukturen zu ermöglichen und die akademische
Hebammenausbildung in der Region nachhaltig zu stärken.
Der primärqualifizierende Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft wird seit dem
Wintersemester 2023/24 an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg angeboten.
Er verbindet ein wissenschaftliches Studium mit einer umfassenden berufspraktischen
Ausbildung. Während die theoretischen Studieninhalte an der Universität vermittelt werden,
erfolgt die praktische Ausbildung in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum
Augsburg sowie kooperierenden Einrichtungen der Geburtshilfe. Mit den neuen
Partnerschaften wird dieses Ausbildungsnetzwerk gezielt erweitert und weiterentwickelt.
Prof. Dr. Martina Kadmon, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Universität
Augsburg:
„Eine exzellente praktische Ausbildung ist unverzichtbarer Bestandteil eines wissenschaftlich
fundierten Hebammenstudiums. Mit der Erweiterung unseres Netzwerks an Praxispartnern
schaffen wir für unsere Studierenden noch vielfältigere Lernmöglichkeiten und stärken
zugleich die akademische Hebammenausbildung in Bayerisch-Schwaben. Die neuen
Kooperationen sind ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung unseres
Studiengangs.“
Susanne Arnold, Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Augsburg:
„Eine hochwertige praktische Ausbildung gelingt nur gemeinsam mit engagierten und
erfahrenen Praxispartnern. Durch die Zusammenarbeit mit weiteren Geburtshilfekliniken
können wir unseren Studierenden ein noch breiteres Spektrum an Praxiserfahrungen bieten
und gleichzeitig die enge Vernetzung der geburtshilflichen Versorgung in der Region
fördern.“
Annette Kluge-Bischoff, Studiengangsleiterin Hebammenwissenschaft an der
Universität Augsburg:
„Hebammen begleiten Familien in ganz unterschiedlichen Versorgungssituationen – von der
physiologischen Geburt bis zur Betreuung bei komplexen Schwangerschaftsverläufen.
Deshalb ist es von großem Wert, wenn Studierende bereits während ihrer Ausbildung
verschiedene klinische Strukturen, Arbeitsweisen und interprofessionelle Teams
kennenlernen. Diese Vielfalt an Erfahrungen stärkt ihre fachliche und persönliche
Entwicklung und bereitet sie optimal auf die Anforderungen des Berufs vor.“
Die Kooperationen sind Teil des kontinuierlichen Ausbaus des Praxisnetzwerks des
Bachelorstudiengangs Hebammenwissenschaft. Weitere Partnerschaften mit geburtshilflichen
Einrichtungen der Region sind bereits in Vorbereitung. Damit schaffen Universität Augsburg
und Universitätsklinikum Augsburg gemeinsam die Voraussetzungen für eine praxisnahe,
wissenschaftlich fundierte Ausbildung und leisten einen Beitrag zur Sicherung der
Hebammenversorgung in Bayerisch-Schwaben.
Kliniken an der Paar
Die Geburtshilfe am Standort Friedberg der Kliniken an der Paar ist eine chefarztgeführte
Hauptabteilung mit zwei Entbindungsräumen, in denen im Jahr etwa 500 Kinder zur Welt
kommen. „Damit ist die Geburtshilfe in Friedberg gemessen an der Zahl der Geburten zwar
eine kleine Geburtshilfe, bietet dadurch den werdenden Eltern aber eine sehr familiäre
Atmosphäre und meist eine Eins-zu-Eins-Betreuung durch unsere Friedberger Beleg-
Hebammen sowie durch unsere Fachärzte und Anästhesisten, die rund um die Uhr zur
Verfügung stehen“, sagt Dr. med. Hubert Mayer, Geschäftsführer der Kliniken an der Paar.
Klinikum Landsberg am Lech
Andreas Winklhofer, Pflegedirektor Klinikum Landsberg am Lech: „Die Kooperation im
Rahmen des Bachelor-Studiengangs Hebammenwissenschaften mit der Uni Augsburg und
dem Universitätsklinikum Augsburg freut uns ganz besonders. Durch regionale
Kooperationen wird ein regelmäßiger persönlicher Austausch garantiert. Die Qualität der
Ausbildung wird damit gesichert. Sowohl die Studierenden als auch die Kooperationspartner
profitieren durch diese Nähe in besonderem Maße.“
Kreiskliniken Dillingen-Wertingen
Geschäftsführerin Dr. Elke Frank: „Die Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg und
dem Universitätsklinikum Augsburg ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der
Hebammenausbildung in unserer Region. Als Kreiskliniken Dillingen-Wertingen leisten wir
damit einen aktiven Beitrag zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen geburtshilflichen
Versorgung. Wir freuen uns darauf, angehenden Hebammen vielfältige praktische Einblicke
in unsere klinischen Abläufe zu ermöglichen und sie auf ihrem Weg in diesen
verantwortungsvollen Beruf zu begleiten.“